Letztens wurde ich gefragt „Christine, wie geht man eigentlich mit einer langen Jobsuche um?“.

Das Wichtigste:

Tritt einen Schritt zurück und sortiere Deine Gedanken. Mache Dir bewusst, was Du alles kannst (Deine Potentiale!) und was Du möchtest. Beides wissen die meisten Menschen erfahrungsgemäß nicht und es lohnt, sich damit einmal auseinanderzusetzen. Wenn Du weißt, wer Du bist und was Du möchtest, ist der sogenannte innere Kompass scharf gestellt. Die Außenwelt, das heißt entsprechende Jobs und Umstände werden sich Dir dementsprechend präsentieren, gemäß dem Motto „Innen wie außen“. Stärke Dich zudem immer wieder selbst, indem Du Dir gut zuredest. Was Du über Dich positiv denkst und fühlst, geht raus in die Welt und wird Dir positiv bestätigt.

Druck drückt immer weg: Das heißt, dass Du Bewerbungen beziehungsweise Zusagen nicht aus der Angst heraus abschicken beziehungsweise geben solltest. Stärke Dich selbst und mache Dir bewusst, dass Du ein Geschenk für Deinen zukünftigen Arbeitgeber/Auftraggeber bist. Druck, den wir als Bewerber selbst verspüren, vermitteln wir unbewusst nach Außen und das nimmt auch unser Gegenüber wahr. Und keiner möchte jemanden einstellen oder beauftragen, der angespannt wirkt. Deshalb ist es mit Dein wichtigster Job selbstsicher und entspannt zu sein. Das ist anziehend für Dein Gegenüber und tut Dir selbst auch gut.

Betrachte die Jobsuche als Projekt. Mache Dir bewusst, dass wir uns in einer neuen Zeit befinden. Der Jobmarkt und die Art und Weise, wie wir arbeiten haben sich komplett verändert. Wir können nicht mehr die alten Gedanken denken, die besagen, dass wir von heute auf morgen einen sicheren Job bekommen und alles nahtlos klappt und keiner arbeitslos sein sollte. Arbeitslos oder arbeitssuchend zu sein, ist heutzutage kein Stigma mehr. Es gibt so viele Menschen, die derzeit keiner Arbeit nachgehen und das wird in der Zukunft noch zunehmen. (Arbeiten oder das, was wir unter Erwerbsarbeit verstehen ist bereits im Wandel. Und wer weiß, ob wir in zwei Jahrzehnten überhaupt noch so arbeiten wie jetzt.) Unternehmen wissen dies alles auch und sind heute entspannter, was Lücken etc. im Lebenslauf angeht. Oftmals dauern die Recruitingprozesse auch einfach länger und Zeit vergeht bis Entscheidungen seitens der Unternehmen getroffen werden. Entspanne Dich also und schäme Dich nicht, weil Du schon länger suchst.

Ich kann Dich nur ermuntern einen Job zu machen, der Dir wirklich Freude bereitet und in der Zwischenzeit bewusst Dinge zu machen, die Dir Freude bereiten. Denn schließlich bist Du auch ohne Job ein wertvoller Mensch, der sich selbst immerzu weiterentwickelt. Es gibt so viele Dinge, die das Herz zum Klingen bringen können. Überlege, was Dich erfüllt, ja glücklich macht und mache davon mehr. Spazierengehen, Kochen, mit Farben experimentieren, endlich mehr Zeit für die Familie und Freunde, das eigene Hobby intensivieren … Das sind Dinge, die Du ohne Job machen kannst und die Dich vielleicht sogar Deinem Traumjob schneller näher bringen als Du denkst. Denn schon manch Suchender, Suchende hat in der Zeit seine, ihre wahren Leidenschaften entdeckt und erfolgreich zum Beruf gemacht.

Und zu guter Letzt: Höre auf Dein Herz, das weiß, was für Dich passend ist und was nicht. Die meisten trauen sich noch nicht auf ihre Herzensstimme – auch Bauchgefühl oder innere Stimme genannt – zu hören, die alle wichtigen Informationen im Nu erfasst. Das Herz weiß immer, was für Dich richtig ist und was nicht. Wenn Du Deinem Herzen folgst, ist das der beste Erfolgsgarant für Dein berufliches (und privates) Leben.

Im Berufs- und Bewerbungscoaching (per Skype oder in Berlin) unterstütze ich Dich bei Deinem Thema.