Hast Du schon einmal bemerkt, dass Du umso mehr kämpfst, je dringender Du etwas willst? Vielleicht eine harmonische Beziehung, Anerkennung im Job oder einfach inneren Frieden – das Jagen macht Dich oft müde und lässt Dich leer zurück. Doch was wäre, wenn Du aufhörst zu jagen und zulässt, dass die Dinge auf natürliche Weise zu Dir kommen? In diesem Artikel zeige ich Dir, wie Du durch Loslassen und Selbstliebe in einen Zustand der Leichtigkeit kommst, in dem vieles mühelos seinen Platz findet.

Wie alles in Fließen kommt, wenn wir aufhören zu jagen

Wenn Du etwas verzweifelt willst, fühlt es sich schwer an. Stell Dir vor, ein Freund distanziert sich, und Du schreibst Nachrichten, suchst den Kontakt, fühlst Dich aber unruhig. Sag Dir: „Ich brauche seine Aufmerksamkeit nicht.“ Spüre, wie der Druck nachlässt. Plötzlich bist Du entspannter, und oft öffnet sich der Kontakt wieder oder Du fühlst Dich frei, unabhängig von der Reaktion.
Warum? Weil das Jagen aus einem Gefühl des Mangels kommt. „Ich brauche“ signalisiert, dass Dir etwas fehlt. Oft vergessen wir, dass wir bereits genug sind. Wenn Du das erkennst, verändert sich Deine Ausstrahlung, von Anspannung zu Leichtigkeit. Und aus dieser Leichtigkeit entstehen oft genau die Begegnungen und Möglichkeiten, die zu Dir passen.

Die Kraft der Selbstliebe

Leg Deine Hand auf Deine Brust und sag Dir: „Ich hab Dich lieb. Du machst das toll.“ Wie fühlt sich das an? Vielleicht ungewohnt, aber genau hier beginnt die Veränderung. Selbstliebe füllt Dich von innen auf, sodass Du keine Bestätigung von außen brauchst. Stell Dir vor, Du gehst entspannt durch den Tag, weil Du weißt: „Ich bin genug, egal was passiert.“ Diese innere Ruhe macht Dich selbstbewusster und überzeugender.

Warum Jagen uns blockiert

Jagen fühlt sich schwer an, weil es aus Angst kommt. Dein Kopf sagt: „Ich brauche es jetzt!“ Doch dieser Gedanke hält Dich im Mangel fest. Ein Klient erzählte mir, wie er jahrelang hinter einer Beförderung herlief, Überstunden machte und sich beweisen wollte, aber sich übersehen fühlte.

Im Coaching erkannte er seinen Glaubenssatz: „Ich muss hart arbeiten, um genug zu sein.“ Als er losließ und sich selbst erlaubte, genug zu sein, kam die Beförderung und das scheinbar mühelos. Mit dieser neuen inneren Haltung veränderte sich auch sein Auftreten und kurze Zeit später erhielt er die Beförderung. Gleichzeitig erlebte er mehr Anerkennung und Erfüllung.

Ein Beispiel aus dem Leben

Eine Klientin kam zu mir, weil sie sich in einer Freundschaft ständig unter Druck fühlte, alles richtig zu machen. Sie jagte die Bestätigung ihrer Freundin, fühlte sich aber leer. Im Coaching übte sie, sich selbst zu sagen: „Ich bin genug, auch ohne ihre Zustimmung.“ Nach wenigen Tagen berichtete sie, dass sich die Dynamik verändert hatte: Sie war entspannter, die Freundin öffnete sich wieder, und die Beziehung wurde leichter. Loslassen half ihr, sich selbst mehr zu vertrauen.

Warum Loslassen manchmal schwerfällt

Loslassen kann herausfordernd sein, weil unser Kopf Kontrolle sucht. Die Angst, etwas zu verlieren, sei es Anerkennung oder Sicherheit, lässt uns festhalten. Hinter diesem Bedürfnis steckt oft die Angst, nicht genug zu sein. Unbewusst ziehen wir genau das an, wovor wir uns fürchten oder das, was wir kontrollieren wollen. Doch wenn Du erkennst, dass Loslassen kein Verlust, sondern ein Gewinn an Leichtigkeit ist, wird es einfacher. Zuzugeben, dass wir keine vollständige Kontrolle haben, öffnet den Raum für Vertrauen. Es ist wie ein Sprung ins Vertrauen: Das Leben trägt Dich und führt Dich zu dem, was wirklich zu Dir passt.

Praktische Schritte, um loszulassen

Hier sind zwei einfache Tipps, die Du sofort anwenden kannst:

Sprich Dir selbst gut zu: Setz Dich hin, leg Deine Hand auf Dein Herz und sag: „Du machst das toll. Ich hab Dich lieb.“ Wiederhole den Satz mehrmals laut, wenn Zweifel auftauchen. Spüre, wie sich Deine Stimmung hebt. Sag: „Ich brauche es nicht.“ Wenn Du merkst, dass Du etwas verzweifelt willst, zum Beispiel eine Beziehung, Anerkennung, Erfolg, sag Dir: „Ich brauche es nicht.“ Spüre einfach, wie sich Deine Energie von schwer zu leicht verändert. Es geht hierbei nicht darum, Deine Bedürfnisse zu leugnen, sondern das Gefühl des Mangels zu überwinden.

Wenn Du aufhörst zu jagen, fließt das Leben zu Dir

Das Leben ist wie ein Fluss: Wenn Du Dich entspannst und mitfließt, trägt es Dich genau dorthin, wo Du hingehörst. Du musst nicht kämpfen oder jagen. Vieles ist bereits in Dir angelegt – manchmal braucht es nur Vertrauen und Geduld, damit es sichtbar wird. Ich weiß, dass das manchmal einfacher gesagt als getan ist, aber es stimmt. Indem Du Dich mit Selbstliebe füllst, entsteht Raum für das, was wirklich zu Dir passt.