Weniger ist oft mehr – diesen Ausspruch hast Du bestimmt schon mal gehört. Heute möchte ich Dir zeigen, warum weniger oft mehr sein kann. Dazu nehme ich ein Beispiel aus dem Coaching.

Glaubenssätze loslassen: Weniger ist mehr

Einst hatte ich einen Klienten, der im Verkauf arbeitete und hochwertige Waren verkaufte. Er hatte einen Kollegen, der ebenso im Verkauf tätig war. Dieser Kollege machte in den Augen meines Klienten viel zu wenig: Er stand oft nur im Laden und ruhte sich aus.

Mein Klient übernahm oft dessen Aufgaben, wie Einräumen der Waren oder Aufräumen. Faszinierend war: Der „faule“ Kollege machte stets den meisten Umsatz. Während mein Klient über seine Grenzen ging, machte der Kollege mit einem einzigen Kunden hohen Umsatz. Es schien, als wäre er immer zur richtigen Zeit präsent und wüsste, wie man gezielt verkauft.

Im Coaching in Berlin oder online unterstütze ich Klienten, solche Muster zu erkennen. Ich sagte zu meinem Klienten: „Weniger ist mehr“ und erklärte ihm Folgendes:

Vieles in unserem Leben wird durch Glaubenssätze beeinflusst, die wir über uns und die Welt haben. Diese übernehmen wir oft im Kindesalter. An ihnen hängen Emotionen, also Energie in Bewegung. Sie prägen unsere Wahrnehmung und damit unsere Realität.

Mit weniger Anstrengung mehr erreichen

Mein Klient hatte Glaubenssätze wie „Von nichts kommt nichts“ oder „Sei fleißig, dann kommt die Belohnung“. Dahinter steckte Angst: nicht genug zu sein. Oft erleben wir, dass unsere innere Haltung sich im Außen widerspiegelt. Wenn wir stark aus Angst oder Mangel heraus handeln, beeinflusst das unsere Wirkung – und damit oft auch die Reaktionen unseres Umfelds.

Vielleicht kennst Du das: Du tust viel, bekommst aber mehr Aufgaben, wenig Anerkennung und andere, die weniger tun, ernten die Lorbeeren. Im Privaten opfern sich viele auf und werden dennoch übersehen.

Der Kollege meines Klienten hatte andere Glaubenssätze, z. B. „Je weniger ich tue, desto mehr kommt raus“ oder „Kunden kaufen gern bei mir“. Er strahlte Fülle aus und zog kaufwillige Kunden sowie Anerkennung an.

Diese Erkenntnis half meinem Klienten, hinderliche Glaubenssätze loszulassen. Durch Selbsterkenntnis brechen wir alte Muster auf und erleben Veränderung im Außen.

Es geht darum, was Du denkst und fühlst. Deine Ausstrahlung prägt Dein Leben. Wer zu viel tut, jagt oft unbewusst Anerkennung und erschöpft sich. Häufig erleben wir dann mehr Arbeit und weniger Wertschätzung.

Weniger zu tun bedeutet, achtsamer zu sein, im Moment zu leben. Du machst weniger Fehler, handelst sinnvoller und genießt das Leben. In der Natur geschieht alles mit minimalem Energieaufwand, warum nicht auch bei Dir?

Hinterfrage Deine Glaubenssätze: Wo denkst Du, Du musst viel tun, um etwas zu erreichen? Wo fällt es Dir leicht? Entdecke nach und nach, wie Du mit weniger mehr erreichst.